Stell dir vor es geht...

...und du bist nicht da...

Fuß

2 Monate und 6 Tage ohne Arbeit. 67 Tage ohne verdientes Geld. 1608 Stunden ohne Meldeadresse. 578880 0 Sekunden nur für uns. In der Heimat.

Ich kann es schwer in Sätze formulieren, wie es mir geht. Ich bin in einem emotionalen Superstrudel. Mir ist mumpig zumute. Ich bin verknöpert. Verstockt, aber zufrieden. Es ist ein stetiges Auf und Ab, Hin und Her, Kreuz und quer, sogar schräg und ab durch die Mitte. Mit schwindelerregenden Höhenflügen und taumeligen Niederlagen. Ich kann die Situationen, die ich in den letzten Wochen erlebt habe, nur mit einzelnen Worten wieder geben.

Adjektive: ungewohnt, neu, unfassbar, unvorstellbar, spektakulär, merkwürdig, seltsam, wichtig, interessant, lebhaft, angenehm, neutral, orientiert, tränenreich, leicht, unbeschwert, lehrreich, schwer, angespannt, frei, unruhig, bitter, schmerzhaft, atemberaubend, anders, krass, befreiend, sportlich, bequem, autonom, witzig, verliebt, lustig, Serien-lastig, traumhaft, bemerkenswert, einleuchtend, aufregend, aufmerksam, arschkalt, perfekt, fesselnd, intuitiv, lebendig, organisiert, unorganisiert, erdrückend – heiß

Substantive: Mut, Wertschätzung, Erfahrung, Bewegung, Zeit, Freunde, Familie, Dankbarkeit, Würde, Respekt, Überwindung, Liebe, Verzweigungen, Entscheidungen, Veränderungen, Selbstverwirklichung, Missverständnisse, Freude, Leid, Glück, Träume, Tollpatschigkeit, Euphorie, Spontanität, Erkenntnisse, Essen, Kreativität, Sprachen, Herzschmerz, Erfahrungen, Faszination, Filme, Serien, Lösungen, Gedanken, zuhause, Arschmaden, Zweifel, Zusammenhalt, Leben

Verben: genießen, lachen, tanzen, Musik hören, bauen, nachdenken, verstehen, beobachten, ignorieren, rennen, lernen, genießen, essen, kochen, streiten, vertragen, bewundern, ausprobieren, anpassen, auseinandersetzen, kuscheln, zuhören, reden, fotografieren, bearbeiten, staunen, entspannen, fühlen, frieren, schwitzen, verzweifeln, leben

Mich zieht es raus, in die Ferne. Der Wunsch nach frei in der Natur umhertollen, mit sich alleine sein und zurechtkommen, nach jeden Tag sich einen anderen „Vorgarten“ vor der Autotür haben, ist nach wie vor da. Und nach wie vor sehr intensiv zu spüren.

Pfote

Tja, meine kleine Schnautzek Pipacs macht das alles so mit. Ihr Alltag lässt sich in Gedanken vielleicht so zum Ausdruck bringen.

  • uuuurrrrgs, ja ich bin noch schwer wach, aber es geht.
  • Mega Ausflug heute, sehr cool.
  • mir ist soooooo laaaannnnggggweilig.
  • Schmetterlinge?… cooolio, dich kriege ich!
  • Auuuuuuuutsch Stromzaun, Stromzaun...ey ich hasse den!
  • na wer bist du? … Fang mich!
  • können wir kuscheln? …
  • Hey kratz mich mal! … Da so … Und hier so … Jetzt da … Komm schon mache mal mehr …!
  • ich habe schrecklich großen hunger … *wo geht’s hin? …
  • Das ist für mich? …
  • ich bin sehr verliebt …ja …
  • darf ich, darf ich, darf ich...?????
Reifen

Herr Anders steht nun schon 2 Wochen in der Werkstatt. Sein Steuergerät wurde eingeschickt und geprüft. Und wie es der Zufall möchte, ist da natürlich kein Fehler gespeichert. Trotzdem zeigt er mir nach wie vor an, dass da unter der Haube noch ein winzig kleines Teil unsere Aufmerksamkeit benötigt.

Wie man das in Worte fassen kann, wenn ein T4 auf so einem Werkstattplatz steht? …

  • Moin, ich bin’s wieder, Herr Anders.
  • na, was geht? ! …
  • wo soll ich hinfahren? …
  • Hey, was macht ihr da? …
  • Doooohhh, jetzt geht ja gar nichts mehr …
  • kann man meine Aussicht mal verändern?… ist echt einseitig hier …
  • Jungs, bis bald.
Fazit: Wir halten zusammen und machen jetzt das beste draus. „Wir machen aus negativ Situationen, positive…!“

wir

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